Heuschnupfen
Auslöser sind Blütenpollen, auf die Betroffene mit Überempfindlichkeit reagieren. Normalerweise stellen Pollen für den menschlichen Körper keine Bedrohung da. Trotzdem kommt es bei immer mehr Menschen zu einer Immunreaktion des körpereigenen Abwehrsystems: Entzündungsstoffe wie Histamin werden freigesetzt, Blutgefäße erweitern sich (gerötete Augen), Nasensekret beginnt zu fließen und Schleimhäute reagieren gereizt.
Besonders zu schaffen machen Pollenallergikern Erle, Birke und Hasel, und das bereits bevor der Frühling richtig losgeht. Als Frühblüher sind ihre Pollen schon in den Monaten Februar, März und April unterwegs. Gefolgt von Buche, Kiefer und Spitzwegerich im Mai. Ab Juni haben dann die Gräser Hochsaison, ebenso Roggen- und Maispollen, die Nummer eins der Auslöser unter den Getreiden. Erst wenn Beifuss und Brennnessel ihre Blütezeit im Oktober beenden, können Allergiker, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder aufatmen. Besonders tückisch: nicht nur die Linde vor dem Balkon lässt die Nase triefen, denn Blütenstaub legt Strecken bis zu 300 km zurück.
Der Klimawandel könnte auch auf Heuschnupfenpatienten unangenehme Auswirkungen haben. In unseren Breitengraden werden immer mehr Pflanzen heimisch, die ursprünglich nur in wärmeren Gegenden Zuhause sind. Allen voran das Traubenkraut, welches auch als Ambrosia bekannt ist. Diese Pflanze birgt ein extrem hohes allergisches Potential. Auch heimisch Pflanzen blühen mittlerweile bis zu drei Wochen früher als noch vor wenigen Jahren.
Heuschnupfen ist durchaus Ernst zu nehmen. Sind die Beschwerden sehr ausgeprägt und andauernd, kann es zu Defekten und Veränderungen der Nasenschleimhaut bis hin zur Schädigung von Bronchien und Lunge kommen. Im ungünstigsten Fall wird eine Basis für eine Asthmaerkrankung geschaffen.
Doch Linderung ist möglich, Niesattacken und tränende Augen lassen sich ausbremsen. Homöopathische Präparate, frühzeitig eingenommen, können die Überreaktionen auf Allergene abmildern. Luftreiniger, die sowohl Pollen als auch Feinstaub filtern, können ebenfalls Erleichterung bringen. Ist das Geschehen bereits in vollem Gang, helfen entzündungshemmende Medikamente.
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