Depressionen

Depressionen
Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit, die behandelt und überwunden werden kann. Depressive Verstimmungen äußern sich in vielerlei Gestalt und in unterschiedlicher Ausprägung. Die Erkrankung macht sich in vielen Bereichen der Persönlichkeit und des Alltags bemerkbar. Man denkt, fühlt und handelt anders und das körperliche Befinden verändert sich.

Es wird zwischen verschiedenen Arten von Depressionen unterschieden: der reaktiven Depression, der Erschöpfungsdepression und der endogenen Depression. Die am meisten verbreitete Form depressiver Verstimmungen ist die reaktive Depression. Sie tritt dann auf, wenn Ereignisse wie der Verlust des Partners oder der Arbeitsstelle, finanzielle Probleme oder eine Ablehnung seelisch nicht angemessen verarbeitet werden. Eine Erschöpfungsdepression tritt dagegen häufig bei lang andauernder psychischer Überlastung auf, etwa bei fortwährender Überlastung in der Familie oder im Beruf. Als endogene Depression bezeichnet man eine Verstimmung, bei der sich keine psychischen Ursachen feststellen lassen. Ursachen sind meist chemische und hormonelle Faktoren. Behandelt wird diese Form der Erkrankung überwiegend mit Medikamenten. Eine besondere Form dieser Depression ist die manisch-depressive Form. Die Stimmung schwankt bei Erkrankten von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt.

Depressionen können grundsätzlich bei jedem Menschen auftreten. Allerdings leiden weit mehr Frauen als Männer unter der Krankheit. In wie weit die Erblichkeit eine Rolle spielt, ist in der Wissenschaft stark umstritten. Depressionen zeigen sich in verschiedenen körperlichen und seelischen Beschwerden. Das auffälligste Merkmal aller depressiven Verstimmungen ist das negative und pessimistische Denken. Depressive Menschen quälen sich mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Sie haben ein negatives Selbstbild und betrachten ihr Leben als sinnlos. Konzentrationsschwierigkeiten und eine eingeschränkte Merkfähigkeit können Folgen dieser negativen Gedanken und Gefühle sein. Depressive Menschen können Trauer oft nicht angemessen verarbeiten. Die Folge ist eine andauernde Niedergeschlagenheit. Diese zeigt sich vor allem in einer ständigen Lustlosigkeit und einer inneren Unruhe. Hobbies und Interessen werden aufgegeben, der soziale Kontakt reduziert sich auf ein Minimum. Körperliche Beschwerden können sich zum Beispiel in Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder diversen Schmerzen äußern.

Depressionen sind meist Folge ungenügender Bewältigungsstrategien. Medikamente können die Krankheit nicht heilen, sie können lediglich die Symptome erträglicher machen. Eine Psychotherapie ist deshalb in den meisten Fällen unumgänglich. Der Patient muss lernen wieder ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufzubauen, sowie ein positives Selbstbild und ein gesundes, realitätsorientiertes Denken zu entwickeln.

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