Alzheimer

Alzheimer
Alzheimer (lat. Morbus Alzheimer) ist eine hirnorganische Erkrankung, bei der Nervenzellen absterben und die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt. Benannt wurde die Krankheit nach Alois Alzheimer, einem deutschen Neurologen, der die Krankheit 1906 zum ersten Mal eingehend beschrieben hat. Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form von Demenz. Demenz ist die allgemeine Bezeichnung von Vergesslichkeit. Etwa fünf Millionen Menschen weltweit leiden an Alzheimer. Oftmals sind Menschen über 60 Jahren davon betroffen und es wird erwartet, dass die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen zunehmen wird, da der Altersdurchschnitt immer mehr ansteigt. Alzheimer ist unheilbar und man kann den Verlauf der Krankheit mit Medikamenten lediglich verlangsamen.

Die Symptome von Alzheimer äußern sich auf unterschiedliche Art und Weise. Generell kann man aber sagen, dass es mit dem Vergessen von kleinen Dingen beginnt. Der Erkrankte vergisst beispielsweise Termine oder findet sich in vorher vertrauter Umgebung plötzlich nicht mehr zurecht. Weitere Warnsymptome für eine Alzheimer-Erkrankung sind: Sprachverarmung, falsche Beurteilung von Situationen, Schwierigkeiten im Alltag, Stimmungsschwankungen, Persönlichkeitsveränderungen, das Verlegen von Gegenständen, Antriebslosigkeit. Oft bemerkt der Erkrankte selbst, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Besteht der Verdacht auf Alzheimer, sollte dies mit einem Arzt abgeklärt werden. Die Diagnose kann heutzutage schnell und mit hoher Sicherheit gestellt werden. Darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass keine andere Erkrankung vorliegt. Eine korrekte Diagnose ist wichtig, da sich dann Betroffener und Familienangehörige darauf einstellen und Vorbereitungen treffen können. Dabei sollten die Angehörigen trotz der Diagnose Alzheimer auch ihre eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Der Verfall der Nervenzellen lässt sich mit Medikamenten, guter Betreuung und Übungen verzögern, aber nicht gänzlich aufhalten.

Zur Behandlung der Erkrankung gibt es diverse Medikamente, die in den verschiedenen Stadien von Alzheimer eingesetzt werden. Allerdings gilt es zu beachten, dass nicht jedes Mittel bei jedem Patienten anschlägt bzw. von jedem Patienten gut vertragen wird. Auch hier ist eine stetige ärztliche Kontrolle wichtig. Im Allgemeinen stehen jedoch zwei Medikamentengruppen zur Auswahl: Zum einen wären dies Medikamente, die schon länger auf dem Markt sind und unterschiedlich wirken, zum anderen wären dies neue Medikamente, die als Ersatz für den Überträgerstoff Acetylcholin im Gehirn dienen.

Im fortgeschrittenen Alzheimer-Stadium kann der Erkrankte alltägliche Dinge wie Essen oder Anziehen nicht mehr allein bewältigen. Oftmals vergisst er dann auch Namen von Familienangehörigen oder weiß nicht mehr in welcher Zeit er lebt und wo er wohnt. In diesem Stadium ist der Alzheimer-Patient dann komplett auf Hilfe von Angehörigen oder auf professionelle Betreuung angewiesen.

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